Die schönsten Dörfer

Die schönsten Dörfer Frankreichs in der Normandie Bild: Alte, gut erhaltene Fachwerkfassaden in Lyons-la-Forêt

Die schönsten Dörfer Frankreichs in der Normandie

Hier finden Sie die schönsten Dörfer in Frankreich in allen Normandie-Regionen der Haute-Normandie und Basser-Normandie für Ihren Normandie-Urlaub. Die Orte, die von der Vereinigung „Les Plus Beaux Villages de France“ als die schönsten Frankreichs eingestuft wurden, sind heute beliebte Touristenziele der Normandie.

Nur fünf Dörfer der Normandie haben bisher die begehrte Auszeichnung als „schönstes Dorf“ erhalten. Alle fünf jedoch völlig zu Recht, denn die so bezeichneten Dörfer haben sich ihren Reiz und ihr typisches Flair bis heute erhalten. Mit viel Engagement tragen die Einwohner und die Verantwortlichen zum Erhalt der schönen Orte bei, an deren Anblick sich in jedem Jahr tausende Touristen in der Normandie erfreuen.

Beuvron-en-Auge

Das Dorf Beuvron-en-Auge mit typisch normannischen Fachwerkhäusern ist die „Perle des Pays d’Auge“. Normandie-Urlauber, die ein Ferienhaus im Departement Calvados gebucht haben, finden den schönen alten Ort nicht weit von ihrer Ferienunterkunft entfernt.

Nach Beuvron-en-Auge strömen Besucher und Touristen jedoch das ganze Jahr über. Ein wenig flanieren und typische Produkte der Region wie Cidre, Calvados als Reisesouvenir kaufen oder gut essen gehen. Beuvron-en-Auge bietet Feinschmeckern mit dem „Le Pavé d'Auge“, einem 2-Sterne-Restaurant Frankreichs, absolute Spitzengastronomie.

Lyons-la-Forêt

Ebenfalls schönster Ort Frankreich ist Lyons-la-Forêt, eine beschauliche Gemeinde im Norden Frankreichs. Lyons-la-Forêt liegt im Département Eure in der Region Haute-Normandie und beeindruckt den Besucher mit alten Fachwerkfassaden. Eines der schönsten Dörfer in Frankreich hat knapp tausend Einwohner. Unter den Einwohnern von Lyons-la-Forêt befand sich einst auch der bekanntesten Komponisten Frankreichs:

Maurice Ravel (1875 - 1937) lebte und arbeitete von 1917 - 1920 hier. Vor ihm, jedoch nur wenigen bekannt, lebte Isaac de Benserade (1612–1691), ein französischer Dichter am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV., in Lyons-la-Forêt. Wer Lyons-la-Forêt besuchen möchte, findet das Dorf ca. 28 Kilometer östlich von Rouen im Gebiet Vexin.

Barfleur

Der hübscheste Ort an diesem Küstenabschnitt der Normandie ist zweifellos Barfleur mit den für das Cotentin typischen Häusern aus grauem Granit in den gemütlichen Straßen und einem Hafen, in dessen
Bars und Cafés die Fischer ihr Seemannnsgarn spinnen. Der verschlafene Ort war bis zum Mittelalter der bedeutendste Hafen des Cotentin, den schon die Römer ebenso wie später die Wikinger und Normannen zu schätzen wussten. Von dort soll das Schiff, das Wilhelm den Eroberer nach England trug,in See gestochen sein. Ein Ruhm, den sich Barfleur allerdings mit Dives-sur-Mer teilt. Auf jeden Fall setzte von dort Richard Löwenherz nach England über, um sich zum König krönen zu lassen. 1348 jedoch wurde der Ort, der damals etwa 9000 Einwohner zählte, von Edward III. zerstört. Von diesem Schlag hat sich Barfleur bis heute nicht erholt - heute leben dort etwa 600 Menschen. Das einzige mittelalterliche Bauwerk, das zumindest in Ansätzen die Jahrhunderte überdauert hat, ist die kleine Dorfkirche, auch wenn sie im 17. und dann nochmals im 19. Jh. runderneuert wurde.

 

Saint-Céneri-le-Gérei

Saint-Céneri-le-Gérei, ein wie von der Welt vergessener stiller Ort, beeindruckt mit Ruhe und Ausstrahlung. Die winzig kleine französische Gemeinde Saint-Céneri im Département Orne in der Region Basse-Normandie gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs.

Hier spürt der Besucher den Hauch einer langen Geschichte: Die alte Mühle von Saint-Céneri-le-Gerei am Ufer der Sarthe entstand nach der Gründung der Abtei durch den Heiligen Céneri im 7. Jh., dem im 11. und 13. Jahrhundert der Bau der Burg und der Kirche sowie einer kleinen Kapelle folgten. Die Burg von Saint-Céneri-le-Gérei ist seit etwa 250 Jahren im Besitz der Familie Giroie, einer französischen Adelsfamilie.

Le Bec Hellouin

Nur wenige Kilometer nördlich von Brionne, einer Kleinstadt, die unter normannischer Herrschaft ein wichtiger strategischer Posten war, befinden sich die Ruinen von Le Bec-Hellouin, einem Kloster, das im 11. un d 12. Jh. zu den großen Geisteszentren Nordeuropas gehörte.
Zu verdanken ist die Gründung des Klosters einem Ritter Herluin, der sich einem gottgefälligen Leben weihen wollte, aber kein Kloster fand, das ihm behagte. So gründete er im 11. Jh. am Zusammenfluss von Bec und Risle sein eigenes Kloster, das mit der Berufung des Mönchs Lanfranc zum Abt eine weit über die Grenze hinaus berühmte Gelehrtenschule erhielt. Lanfranc selbst kam später zu den höchsten Ehren, nachdem er zwischen dem Papst und Wilhelm dem Eroberer in Sachen dessen kirchlich nicht authorisierter Ehe erfolgreich vermittelte und zum Abt der neu gegründeten Abbaye-aux-Hommes in Caen bestellt wurde. Nach der Eroberung Englands ernannte ihn Wilhelm der Eroberer zum Erzbischof von Canterbury und somit zum Oberhaupt der englischen Kirche. Sein Nachfolger in Le Bec-Hellouin, Anselm, ebenfalls ein erfolgreicher Scholar, folgte ihm auch im Amt des Erzbischofs von Canterbury.
Die Bauten des Klosters erfuhren eine weniger rühmliche Entwicklung, 1150 brannten die Gebäude nieder ein Neubau stürzte 1197 teilweise ein. 1263 wütete erneut ein Feuer, und bereits 1274 gab es wieder einen Teileinsturz. Der Hundertjährige Krieg sorgte erneut für Verwüstungen, und schließlich stürmten auch noch die Hugenotten im 16. Jh. die Anlage, die daraufhin lange Zeit vernachlässigt wurde, bis schließlich das Schiff der Abteikirche zusammenbrach. Anfang des 18. Jh. schließlich wurden die Klostergebäude errichtet, die auch heute noch nahezu unversehrt stehen. Die historischen Gebäude wurden unter napoleonischer Herrschaft als Steinbruch verkauft, während die erhaltenen Anlagen bis Anfang des Zweiten Weltkriegs als Militärdepot genutzt wurden. 1948 schließlich zogen einige Benediktinermönche in die Gebäude ein und belebten das mönchische Leben in Le Bec-Hellouin, das in seinen Anfängen eine glanzvollere Zukunft versprochen hatte. Einzig erhaltenes Bauwerk aus früheren Zeiten ist heute der Tour Saint-Nicolas aus dem 15. Jh. Als Kirche dient den Mönchen heute das ehemalige Refektorium, in dem sich auch der Sarkophag des Gründers Hellouin befindet. Auch wenn man sich für Klosterruinen nicht sonderlich interessiert, ist dieser winzige Ort dennoch einen Ausflug wert. Le Bec-Hellouin steht zu Recht unter Denkmalschutz mit seinen hübschen Fachwerkhäusern, den stillen Straßen und dem prächtigen Blumenschmuck. Weltliche Freuden lassen sich zudem in den anheimelnden Restaurants und in einem kleinen Museum für mechanische Musikinstrumente genießen.

Foto: wikimedia, autor: urban

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