Kirchen, Kathedralen

Kirchen Kathedralen und Sakralbauten der Normandie Stellvetretend für viele berühmte normannische Kirchen Kathedralen und Sakralbauten steht die Kathedrale von Bayeux als viel besuchtes Gotteshaus

Kirchen Kathedralen und Sakralbauten der Normandie

Die frühesten, heute noch teilweise erhaltenen Sakralbauten in der Normandie entstanden im 11. bis 12. Jh, die romanischen Kirchen.

Zwar wurde die Normandie bereits im 3. Jh. christianisiert, bauliche Zeugnisse aus der Zeit finden sich jedoch nicht mehr.

Die Romanik war eine Bezeichnung, die erst im 19. Jh., geprägt wurde, da dieser Baustil mit seinen Rundbögen und Kuppeln als Anlehnung an die römische Architektur definiert wurde.

Diese Stilelemente wurden auch schon in der karolingischen Zeit verwendet, wenn auch noch nicht in so klaren Forme. Die von den Normannen ins Land geholten Benediktinermönche konnten es sich dank großzügiger herzoglicher Schenkungen und ihres eigenen Wohlstands leisten, Abteikirchen und andere sakrale Bauwerke mit größter Sorgfalt und viel Aufwand zu bauen.

Die normannische Romanik zeichnet sich insbesondere durch ihre schlichte, aber harmonische Klarheit aus, die dem schwerfälligen Baustil Eleganz verlieh. Charakteristisch für die Normandie war darüber hinaus die Entwicklung des Vierungsturms, der über der Kreuzung zwischen Längsschiff und den Ouerschiffen emporragt und durch Fenster in diesen dunkelsten Teil einer Kirche Licht einfallen lässt. Romanische Elemente sind u. a. noch an der Abbaye aux Hommes in Caen und am Kirchenschiff der Abteikirche auf dem Mont Saint-Michel zu erkennen.

Die Gotik entwickelte sich ab dem 13. Jh. und fand ihren Höhepunkt im 15. Jh. Die schweren und dicken Mauern der Romanik wurden dünner, die runden Bögen verschlankten sich zu Spitzbögen, und durch den statischen Kunstgriff der Kreuzrippen konnten komplizierte architektonische Aufgaben gelost werden. Dieser in der Île-de-France entstandene Stilwurde von den Italienern der Renaissance verächtlich >gotisch< genannt, was gleichbedeutend mit barbarisch war.

Die Gotik ist eine durch und durch religiös vergeistigte Kunstform, himmelstrebend und dem Irdischen abgewandt. Die Kirchen erhielten große Buntglasfenster, die den Innenraum mit gedämpftem Licht erfüllten. In der Normandie zeichneten sich die gotischen ebenso wie die romanischen Kirchen durch elegante Schlichtheit aus. Die flamboyante Gotik des 15. Jh., eindrucksvoll an den Kathedralen von Rouen und anderen größeren Städten zu bewundern, ist die schönste Ausprägung dieser Kunstform, mit ornamentalen Steinmetzarbeiten, die wie Flammen himmelwärts lodern.

Einen Einschnitt in Kultur und Architektur, aber auch den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit bildet die Renaissance, die im 14. Jh. von Italien ausging, sich in der Normandie jedoch erst im 16. Jh. durchsetzte. Der Erzbischof von Rouen, Georges d'Amboise, führte diesen neuen Stil, der eine Rückbesinnung auf die Werte der Antike war, in der Normandie ein, wie in einigen Kapellen der Kathedrale von Rouen zu sehen ist. Tatsächlich manifestierte sich dieser lebensfrohe Architekturstil eher in Profan – denn in Sakralbauten, wie dem Château d'O in Mortree oder dem Hôtel de Bourgtheroulde in Rouen.

Die ersten Bauherren, die sich vom mittelalterlichen Festungsbau abwandten, griffen die Stilmittel der Renaissance für ihre privaten Residenzen auf. Ob kleinere Herrenhäuser, prachtvolle Stadthäuser, die Hôtels, oder großartige Schlösser, sie alle zeichnen sich durch eine verspielte Architektur aus, die mit Türmchen und Erkern aufgelockert war.

Jeder Baustil ist in der Normandie vertreten, von romanischen Elementen bei Abteikirchen bis hin zu zauberhaften Renaissanceschlösschen oder klassizistischen Herren- oder Stadthäusern des 18. Jh. Alles in allem ist die Normandie jedoch ein Land der gotischen Kathedralen und der malerischen Fachwerkhäuser, auch wenn letztere zumindest in den Städten weitgehend verschwunden sind.

Foto: VoyageMedia für Normandie-Netz.de

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