Aufstieg des Frankenreichs
Aufstieg des Frankenreichs

Aufstieg des Frankenreichs

Aufstieg des Frankenreichs

Die Franken siedelten im 4. J h. Zunächst im heutigen Belgien, wo sie als römische Verbündete für Ordnung sorgten.

Einige Gruppen zogen jedoch weiter nach Gallien, und aus einem dieser Auswandererstämme ging im 5. Jh. jenes Geschlecht hervor, das die Genealogie der französischen Könige begründete.

Nach Merovée wurde das gesamte Geschlecht benannt, die Merowinger, die bis ins 8. Jh. das Kernland von Frankreich beherrschen sollten. Der bedeutendste Spross dieser Dynastie und Enkel Merovées war Clovis oder Chlodwig, der 481 als dritter Merowinger den Thron bestieg.

Er vereinte auf recht grausame Weise, durch Beseitigung anderer Kleinkönige und Vernichtung der restlichen römischen Herrschaft, die West- und die Ostfranken, ein Reich, das zunächst das Tal des Niederrheins und Nordfrankreich umfasste. Durch Heirat mit der christlichen Burgunderprinzessin Clothilde erhielt er nicht nur Einfluss auf das Rhônetal bis hin nach Besançon und Genf, sondern er trat auch aus politischen Erwägungen in Reims zum Christentum über.

Seinen Hof verlegte er nach Paris. Unter ihm und seinen Nachfolgern wurden zahlreiche Klöster und Abteien gegründet, ein wirksames Mittel, um sich die Macht der erstarkenden Päpste in Rom und des Klerus zu sichern. So entstanden im 7. Jh. im Seinetal Saint-Ouen in Rouen sowie Saint-Wandrille und Jumièges. Die Merowingerkönige eroberten immer weitere Gebiete, bis das Frankenreich eines der größten Königtümer des Abendlands war. Der Untergang des Merowingerreiches war jedoch bereits vorprogrammiert, als es im 6. Jh. unter den Erben aufgeteilt wurde.

lm 7. Jh. schwand der Einfluss der Merowinger, und das Frankenreich wurde von einem Majordomus geführt. Einer von ihnen war Karl Martell, der die Macht gänzlich an sich riss und das Geschlecht der Karolinger begründete. Der letzte Merowingerkönig Childerich wurde als Mönch ins Kloster gesteckt.

Der Enkel Karl Martells ist bis heute die große historische Gestalt sowohl Frankreichs als auch Deutschlands. Karl der Große bzw. Charlemagne (742-814) herrschte über ein Reich, das sich im Osten bis zur Elbe und im Süden fast bis an den Ebro in Spanien erstreckte und das gesamte heutige Frankreich mit Ausnahme der Bretagne sowie halb Italien einschloss.

Seine Nachfolger teilten das Reich jedoch wieder auf, mit dem Rheintal als ungefährer Ost-West-Grenze, und legten so den Grundstein für die kulturelle und politische Teilung des Frankenreichs in Deutschland und Frankreich.

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