Etretat

Etretat Was sonst ausser Wandern fällt einem ein, wenn man wie bei Etretat eine solch aussergewöhnlich schöne Küste findet

Etretat (Region Calvados)

Urlaub in Etretat im Departement Calvados war eines der ersten von Künstlern entdeckten Fischerdörfer für Urlaub, Leben und Arbeiten in der Normandie. Étretat ist seither weniger wegen seiner Fischeridylle ein Touristenmagnet in Nordfrankreich, sondern wegen der schönsten und ausgefallensten Kreideformationen der gesamten Küste als Urlaubsziel zum Wandern in der Normandie begehrt. In einer Bucht an der Küste gelegen, wird der normannische Küstenort von zwei Felsen eingerahmt, östlich der Falaise d'Amont, wo das Meer einen Torbogen in die Felsnase gewaschen hat, und westlich der Falaise d'Aval, ebenfalls ein Felsbogen mit dahinter liegender Felsnadel. Victor Hugo bezeichnete diese Formation als „Elefant, der seinen Rüssel ins Meer taucht“. Aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet ist diese Beschreibung durchaus treffend.

Normandie-Urlaub in Etretat und Umgebung wird bei Reiseveranstaltern, in Ferienhaus-Portalen und im Reisebüro als Normandie-Urlaub zugleich auf dem Land und am Meer in einer der zahlreichen Unterkünfte in Calvados, meist als Bauern- oder Landhaus für Urlaub in Calvados angeboten, die wegen ihres normannischen Fachwerks zu den schönsten Ferienhäusern der Normandie zählen. Der gern besuchte Ort Étretat schmückt sich mit einigen historischen Anekdoten, hat aber per se keine eigene, im klassischen Sinne bedeutende Historie vorzuweisen. Die Kirche Notre-Dame beispielsweise ist für einen solch unbedeutenden Fischerort erstaunlich groß. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, und normalerweise wäre sie eine kleine Kapelle. Aber da Étretat zum Besitz der reichen Abtei von Fécamp gehörte, ließen die Mönche eine ihren Ansprüchen genügende Kirche bauen. Eines der schönsten Häuser des Ortes und, zumindest literarisch, voller Geheimnisse, ist das des Schriftstellers Maurice Leblanc, Schöpfer des Gentleman-Diebes Arsène Lupin. Es wurde als Le Clos Arsène Lupin zu einem kleinen Kriminalrundgang umgestaltet.

Schließlich gibt es noch ein Denkmal im Ort, das an zwei Flugpioniere erinnert, die 1927 von Le Bourget bei Paris einen Transatlantikflug nach New York versuchten. François Coli und Charles Nungesser wurden in ihrem Flugapparat das letzte Mal über Étretat gesehen - danach blieben sie verschollen. Ihr Denkmal, 1962 aus Beton erbaut, befindet sich oberhalb der Felsen Richtung Fécamp. Ein Museum gleich daneben zeigt einige Memorabilia. Der Ferienort Etretat selbst, mit etwa 1600 Einwohnern kaum mehr als ein Dorf, hat jedoch heutzutage nur jüngere Architektur zu bieten. Das allgegenwärtige Kasino natürlich, das in keinem französischen Ferienort fehlt, von dessen Terrasse aus man aber einen schönen Blick auf die Felsen hat - und dann als normannische Überraschung das Manoir de la Salamandre. Dieses Bauwerk mit seinem windschiefen Balkenwerk in einer der engen Gassen des Ortes wirkt wie ein typisches Normannenhaus, wie man es auch in Rouen findet. Es stammt allerdings nicht aus dem Mittelalter, sondern wurde im Jahr 1912 erbaut. Zumindest das Balkenwerk stammt von zwei Häusern aus Lisieux aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ein schönes Beispiel, dass man auch eine neuzeitliche Replik verblüffend echt rekonstruieren kann, wenn man auch alte Elemente integriert. Das Haus ist heute ein Hotel mit Restaurant.

Ein weiteres Gebäude, das aus dem Einerlei hervorsticht, ist Les Halles, ein Holzbau im Zentrum des Ortes, der als Markthalle 1926 errichtet, wurde und heute, mittlerweile restauriert, eine Reihe von Andenkenläden birgt, die etwas mehr als Plastikkitsch bieten. Gelegentlich finden dort auch Kunstausstellungen statt, mit Werken von bereits renommierten Künstlern der Region, manchmal auch von jungen Talenten. Um die Côte d'Albâtre zu erkunden, sollte man unbedingt die kleinen Küstenstraßen wie die D11 entlang fahren, auch wenn es manchmal langwieriger ist. Jeder mag auf diese Weise seinen Lieblingsort an der Küste der Normandie entdecken. Wie zum Beispiel Yport, ein unscheinbares Dorf mit schiefergedeckten Häusern, wie man sie auch im mondänen Honfleur zu sehen bekommt, aber weitaus bescheidener.

Foto: VoyageMedia / normandie-netz.de

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