Tisch Beim Essengehen in der Normandie bekommen Kinder zuerst ihr Essen...eine gute Tradition

Küchentraditionen – Begriffe aus der Küche der Normandie

Normannische Traditionen, Küchenbegriffe und Tischsitten unterscheiden sich vom Verhalten beim Essen in Deutschland durchaus. Andere „expressions normand“, also typisch-normannische Begriffe  beim Essengehen in den verschiedenen Regionen in der Normandie hingegen kennt man auch an deutschen Tischen.

Einige Küchentraditionen, Begrifflichkeiten und Erklärungen zum Essen in der Normandie, für das Menü in einem Restaurant im Schlemmerurlaub in der Normandie oder für eine private Einladung zum Essen etwa beim Vermieter der Unterkunft in der Normandie sollen hier erklärt werden.

Küchentraditionen und Tischsitten in der Normandie

Das normannische Loch – Le Trou normand

Der Begriff "Normannisches Loch" ist bei grossen Essen, etwa beim Festessen zu Ostern oder Weihnachten, beim Geburtstag oder beim Hochzeitsmahl in der Normandie sehr populär. Das Loch soll erzeugt werden, in dem man während der Mahlzeit auf einmal ein Gläschen Calvados zwischen zwei Vorspeisen oder beliebigen anderen Gängen serviert. Die Anhänger der alten normannischen Essenstradition behaupten, dass der Appetit durch das Graben eines Lochs im der Magen wieder hergestellt und die Verdauung angeregt wird. Mit der Zeit verändern sich jedoch auch in der Normandie überlieferte Überzeugungen über Ernährung. Also sagte man später, der „Calva“ würde helfen, das Fett in der sehr reichhaltigen normannischen Kost besser aufzuspalten. Da man sich nur sehr ungern von den sahnehaltigen Saucen und der guten normannischen Butter bei der Zubereitung vieler Gerichte der Normandie trennt, behalten viele Gastgeber, auch gute und teure Restaurants, die Tradition des „Trou Noormand“ bei und servieren den Gästen auch ungefragt ein kleines Calvados-Sorbet zwischen den Gängen eines Menüs.

Einige weitere Küchentraditionen sind schnell erklärt:
Es gibt immer Brot, Butter und Wasser auf den Tisch, das Brot und die Butter verschwinden vor dem Dessert.
Zur Suppe werden keine Getränke serviert und auch nicht danach gefragt.
Hat man eine „Plateau de fruits de mer“, eine Meeresfrüchteplatte, vor sich zu stehen, rechnet das Personal im Restaurant mit einer Verweildauer von mindestens einer Stunde, also bitte stets langsam essen und geniessen!

Begriffserklärungen – Glossaire, Was ist was?

Billette: Ein Holzstück zum Servieren der „tripes à la mode fertoise“ – also Kutteln in Form kleiner Rouladen
Beurrée: ist ein Butterbrot
Bouillotte: ein ambulanter, also beweglicher Koch-, Grill- und Anrichtetisch
Bourdin: tarte aux pommes (Normannischer Apfelkuchen)
Demoiselle: Kleiner Hummer, meist aus den Gewässern um Cherburg/Cotentin
Égrenée: Brot in Milch oder Apfelsaft getränkt
Flip: Beliebtes normannisches Getränk auf der Basis von Calvados, Cidre (oder Poire) und Honig
Galichon: Die letzten Pfannkuchen aus dem Rest des Teiges
Lisette: Kleine Makrele
Mielles: Flecken von weißem Sand von Schwemmland mit Seetang als natürlicher Dünger von Pflanzen für den Anbau von Gemüse in Cotentin, Surtainville nördlich, Créances in der Mitte und Lingreville im Süden
Moque: traditionelles Gefäss für Cidre
Tripière: Terrakottabehälter zum Kochen von Kutteln
“Champagne normand”: Normannischer Champagner ist Cidre mit Korken.
“Vendanges normandes”: Mit “normannische Weinernte“ meint man in der Normandie die Zeit der Ernte und Verarbeitung der leckeren normannischen Mostäpfel zu Cidre, etwa Ende September bis Mitte Oktober.

Foto: VoyageMedia / normandie-netz.de

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