Avranches

Avranches Gemütlich Boot fahren und paddeln in Avranches inklusive herrliche Ausblicke auf den Mont Saint Michel

Avranches (Manche)

Die Küstenstrecke Richtung Avranches bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf die Bucht des Mont Saint-Michel. Eine Postkartenlandschaft hat man von der Pointe de Champeaux vor sich, von wo aus der Berg sich wie aus einer Feenwelt in der Ferne im Wasser spiegelt. Rund um die Bucht Baie de Mont Saint Michel gab es einst zahlreiche Stationen für die Pilger in der Normandie auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela und Finisterre in Spanien. Schon bald entstanden Klöster, Gasthöfe, Hospitäler und Kapellen, um die sich dann kleine Dörfer entwickelten.

Der bedeutendste „Vorort“ des Pilgerbergs Mont Saint Michel wurde Avranches, wo der Legende nach der heilige Aubert, im 8. Jahrhundert Bischof von Avranches, vom Erzengel Michael im Traum den Auftrag erhielt, ihm auf dem Berg ein Heiligtum zu errichten. Ferienwohnungen und Hotels in Avranches sind heute beliebte Unterkünfte für Normandie-Urlaub in der Region Manche. Urlaub in Avranches im Westen der normannischen Küste direkt an der Grenze zur Bretagne gilt vor allem für viele Pariser als Sommerfrische, ausländische Touristen kommen hierher auf Pilgerreisen in die Normandie. Für Sport und Freizeit in Avranches zählt vor allem eins - Wasser. Der Canoë Club d'Avranches bietet wunderbare Kanu- oder Paddeltouren mit Blick auf den Mont Saint-Michel an.

Die Stadt im Département Manche in der Region Basse-Normandie, auf einem Hügel angelegt, war seit dem 6. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution Bischofssitz und ähnlich wie Coutances von sowohl großer militärischer als auch religiöser Bedeutung. Dennoch, oder vielleicht deswegen, wurde die Kathedrale aus dem 11. und 12. Jahrhundert 1794 von revolutionären bis auf die Grundmauern zerstört und nie wieder aufgebaut. Ausgrabungen in jüngerer Zeit brachten nicht nur Reste dieses Bauwerks zutage, sondern auch von früheren Kirchen aus dem 5. und aus dem 9. Jahrhundert. Auf dem kleinen Platz, platform genannt, auf der die Kathedrale einst stand, ist die einzige Erinnerung an jenes Bauwerk ein von einer Postenkette umzäunter Stein, der einst zum Nordportal gehörte. An diesem Portal tat der englische König Henry II. barfuß und nur mit einem Hemd bekleidet im Jahr 1172 öffentlich Buße für seine Verwicklung in die Ermordung von Thomas Beckett, dem Erzbischof von Canterbury. Von dem Platz aus hat man auch einen Panoramablick auf die Bucht des Mont Saint-Michel.

Zentrum der Stadt Avranches ist der Place Littré mit dem Rathaus, das den größten Schatz der Region birgt, die Manuskripte vom Mont Saint-Michel aus dem 8. bis 15. Jahrhundert. Sie wurden während der Revolutionsunruhen unter dramatischen Umständen in Avranches in Sicherheit gebracht und werden nun in den Sommermonaten der Öffentlichkeit präsentiert. Die heutige Kathedrale St-Gervais et St-Protais, ein üppiger Bau aus dem 19. Jahrhundert, birgt eine reliquie, die zu den bedeutendsten im Zusammenhang mit dem Mont Saint-Michel gehört: den Schädel des heiligen Aubert, der in der Schatzkammer des Gotteshauses gegen Entgelt zu besichtigen ist. Die merkwürdige Vertiefung in dem Schädel wird durch eine buchstäblich nachdrückliche Legende erklärt. Aubert nämlich soll der Aufforderung des Erzengels Michael, ihm ein Heiligtum auf dem Berg zu errichten, zweimal nicht Folge geleistet haben. Beim dritten Mal wurde er etwas rabiater – er stach mit seinem Zeigefinger in Auberts Schädel.

Foto: Avranches - Office de Tourisme (Fremdenverkehrsbüro)

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