Caen

Caen Caen will erforscht werden - Stradtrundfahrten durch breite Alleen gibt es nicht, aber hoch interessante Details und recht gute Restaurants

Caen (Basse-Normandie)

Normandie-Urlaub in Caen oder reicht auch ein Ausflug, fragt sich der Reisende. Als malerischen Touristenort kann man die Hauptstadt der Basse Normandie – neben Rouen eine der Metropolen des Landes – kaum bezeichnen. Caen ist modern, weitläufig und zudem von vielspurigen Straßen durchschnitten - nichts für lärmgeplagte Städter. Dennoch bietet Caen, das im Zweiten Weltkrieg zu drei Vierteln zerstört wurde, dem Normandie-Reisenden einige der schönsten Zeugnisse früher normannischer Architektur und in einigen der kleinen Seitenstraßen in Ansätzen noch immer die Behaglichkeit einer liebenswerten Stadt. Caen ist als Ziel für Städtereisen in dei Normandie also durchaus zu empfehlen.

Caen wurde von Wilhelm dem Eroberer gegründet, als er noch wegen seiner illegitimen Geburt Wilhelm der Bastard hieß. Der machtbewusste Stratege wählte die damals noch unscheinbare Normannen-Siedlung mit dem lateinischen Namen Cadomus durchaus bewusst aus. Dort nämlich konnte er neben Rouen eine zweite Hauptresidenz errichten, von der aus den Westen seines Herzogtums besser kontrollieren konnte, nachdem er 1047 eine Revolte auf der Normandie-Halbinsel Cotentin niedergeschlagen hatte. Zudem lag der Ort nur etwa zwölf Kilometer von der Küste entfernt am Zusammenfluss von Odon und Orne und bot somit günstige Verkehrswege. Doch nicht die Befestigung der Stadt im Jahr 1058 und der Bau der Burg zwei Jahre später machten Caen zu einer der schönsten Residenzen der Normandie, sondern die beiden Abteien, die aufgrund eines Bußhandels mit dem Papst von Wilhelm und seiner Frau Mathilde errichtet wurden. Im Jahr 1050 heiratete das Paar gegen den Willen des Papstes, der behauptet hatte, sie seien, als entfernte Cousins, zu eng verwandt. Der Mönch Lanfranc schließlich vermittelte, und der Papst gab seinen Segen, nachdem sie 1059 gelobt hatten, je eine Abtei zu bauen. Beide setzten ihren Teil des Abkommens sofort in die Tat um, wobei sich Wilhelm etwas mehr Zeit ließ und zunächst die Burg errichten ließ.

Die Stadt blühte in den folgenden Jahrhunderten auf, nicht nur wegen ihres Status als Herzogssitz und Provinzregierung und wegen der beiden wohlhabenden und einflussreichen Abteien, sondern wegen der besonders engen Verbindung zu England. Beide Abteien besaßen Güter auf der britischen Insel, und der harte und helle Kalkstein von Caen wurde ein erfolgreiches Exportgut, aus dem die Westminster Abbey und die Kathedrale von Canterbury errichtet wurden. Die englische Krone gründete im Jahr 1432, während des Hundertjährigen Krieges, eine Universität in Caen, die auf Bildungsebene den Einfluss der französischen Krone unterminieren sollte. Die Universität gibt es noch heute, nach dem Zweiten Weltkrieg an den nördlichen Ausläufern der Burg neu gebaut.

caen HafenAuch als Hafenstadt der Normandie war Caen stets von großer Bedeutung. Der Kanal, der im 19. Jahrhundert parallel zum Fluss Orne bis zum Außenhafen Quistreham gebaut wurde, erlaubt eine weitaus größere Tonnage als zuvor. Die Verbindung zu England ist nunmehr Alltag: Es gibt eine täglich Fährverbindung von Quistreham nach Portsmouth. Das mittelalterlich gewachsene Stadtbild überstand die Verwüstungen während der Religionskriege im 16. Jahrhundert und den revolutionären Sturm des 18. Jahrhundert, nicht jedoch die Bombardierungen von 1944, als Caen ein Schlachtfeld für die Truppen des englischen Generals Montgomery und des deutschen Generals Rommel wurde, die sich schon in Nordafrika gegenüber gestanden hatten.

Fast die gesamte Stadt wurde von der Royal Airforce in Schutt und Asche gebombt – mit Ausnahme der beiden Abteien. Das war möglicherweise einer alten Legende zu verdanken, die besagt, dass die englische Dynastie untergehen würde, wenn die Türme der Kirche des Eroberers in Caen fielen. Vielleicht verfehlten die britischen Bomberpiloten deswegen dieses Ziele. Ein Ausflug nach Caen lohnt sich auf jeden Fall - und selbst ein Kurzurlaub in Caen hat, vielleicht auch wegen einiger ganz ausgezeichneter Restaurants in Caen, bisher jedem gefallen der schon hier war.

Foto: VoyageMedia / normandie-netz.de

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